Psychologie-Blog

Info´s zur Akupunktur am 7.4.2018 in unserer Praxis

Immer häufiger möchten Menschen auf Medikamente verzichten und suchen nach Alternativen. In Zusammenarbeit mit anderen Kolleginnen bieten wir in unserer Praxis (Heilpraktikerin für Psychotherapie Katrin Asmuß und Wellness am Wäldchen) sowohl gegen physische als auch psychische Leiden und mit Schwerpunkt auf der Schmerztherapie ab sofort Akupunktur (Hand & Ohr) an. Auch in vielen anderen Bereichen ist Akupunktur eine sehr wirkungsvolle Anwendung (z.B. Sucht Nikotin/Essen – hier auch in Verbindung mit Hypnose – oder Schlafstörungen, Allergien usw.).
Weil immer häufiger nachgefragt wird, findet nun dieser Info-Termin statt und ich beantworte Ihre/Eure Fragen gern am 7.4.2018. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Adresse und weitere Informationen hier

Anmeldung unter: Psy-Friedrichshagen@ok.de

Advertisements

AKUPUNKTUR bei uns in der Praxis

Wir ergänzen unser bisheriges Angebot u.a. im Bereich SCHMERZTHERAPIE
(sowohl bei physischen als auch psychischen Behandlungen)
auf Anfrage AB SOFORT mit

AKUPUNKTUR

(Ohrakupunktur / Handakupunktur)

Begleitend zu Therapien dient die Akupunktur insbesondere der langfristigen Einsparung von Schmerzmitteln. In anderen Bereichen wiederum hat die Akupunktur durchaus auch eine kurative Wirkung.

 

Fragen Sie einfach nach. Von uns erhalten Sie eine ehrliche Einschätzung der Behandlungsdauer (siehe unten „Indikationen“) und Ihnen entstehen keine zusätzlichen Kosten.

 

 

Flyer Akupunktur A4

Indikationen sind zum Beispiel:

Allergien
Befindlichkeitsstörungen (z.B. Angst)
Gastrointestinale Erkrankungen
Hauterkrankungen
Urogenitale Erkrankungen
PMS/Wechseljahresbeschwerden
Schlafstörungen
Schmerztherapie
Stoffwechselerkrankungen

Sucht (z.B. Nikotin/Essen)
u.a.

 

 

Rückenschmerzen: Krankenhausbehandlungen steigen um 80 Prozent / Jeder Siebte leidet chronisch

Hier eine Pressemitteilung der DAK Gesundheit. Der Zusammenhang zwischen Psyche und Rückenschmerzen gehört in unserer Praxis quasi zum „Tagesgeschäft“: Ich arbeite hier als Heilpraktikerin für Psychotherapie und meine Kollegin deckt den körperlichen Part ab, so dass wir das „ganze Paket“ auf kurzem Weg anbieten können.

(PM) Rätsel Rücken: Trotz Prävention und zahlreicher Gesundheitskurse leiden in Deutschland Millionen Menschen unter teils heftigen Rückenschmerzen. Immer mehr Patienten gehen mit ihren Beschwerden direkt ins Krankenhaus. Seit dem Jahr 2007 stieg die Zahl der stationären Behandlungen um 80 Prozent und erreichte 2016 einen Höchststand. Fast die Hälfte der Betroffenen ließ sich als Notfall aufnehmen. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsreport „Rätsel Rücken“ der DAK-Gesundheit. Die Krankenkasse wertete dafür unter anderem Daten von 2,5 Millionen erwerbstätigen Versicherten aus, befragte 5.200 Frauen und Männer zum Thema und verglich die Ergebnisse mit den Vorjahren. Nach der Umfrage hatten 75 Prozent aller Berufstätigen im vergangenen Jahr mindestens einmal Rückenschmerzen. Jeder Vierte hat aktuell Beschwerden.

Laut DAK-Gesundheitsreport 2018 sind Rückenschmerzen die zweithäufigste Einzeldiagnose für Krankschreibungen.

Hochgerechnet auf die erwerbstätige Bevölkerung gab es dadurch rund 35 Millionen Ausfalltage im Job. Jeder siebte Arbeitnehmer (14,4 Prozent) leidet bereits drei Monate oder länger unter Rückenschmerzen. Während in der Umfrage 2003 noch 55 Prozent der Berufstätigen angaben, mindestens einmal im Jahr Beschwerden zu haben, sind es jetzt mit 75 Prozent deutlich mehr. „Das gesundheitspolitische Ziel, das Problem Rücken in den Griff zu bekommen, wurde nach den Ergebnissen unserer Studie nicht erreicht“, sagt der Vorstandschef der DAK-Gesundheit Andreas Storm. „Die Untersuchung sollte zum Anlass genommen werden, die Angebote in den Bereichen Prävention und Versorgung auf den Prüfstand zu stellen.“ Dies sei auch mit Blick auf das im Koalitionsvertrag geplante neue Disease Management Programm zur Rückengesundheit jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um eine zielgenaue Lösung für die betroffenen Patienten zu finden.

80 Prozent mehr Krankenhausfälle – vor allem Notfälle

Die Problematik spiegelt sich auch in der stationären Behandlung wider. Deutschlandweit wurde im Jahr 2016 mit mehr als 220.000 Krankenhausfällen wegen Rückenschmerzen ein neuer Höchststand erreicht. Dies bedeutet einen Anstieg um 80 Prozent in den vergangenen neun Jahren. Der DAK-Report untersucht erstmals detailliert, wie und wann Rückenschmerzpatienten in die Klinik kommen. Fazit: 46 Prozent der Betroffenen werden als Notfälle aufgenommen. Seit 2010 stieg die Zahl der Notfallaufnahmen von Rückenschmerzpatienten etwa doppelt so stark an wie bei geplant stationär aufgenommenen Patienten. Im Vergleich zum Jahr 2010 wurden 2016 insgesamt 30.000 Notfallaufnahmen mehr registriert.

Immer mehr Rückenschmerzpatienten gehen direkt in die Klinik

Werktags zwischen acht und elf Uhr erhöhte sich die Anzahl der Notfallaufnahmen wegen Rückenschmerzen um mehr als zwei Drittel, obwohl zu diesen Zeiten auch die Praxen der niedergelassenen Ärzte üblicherweise geöffnet sind. Um den Erwartungen der Betroffenen an die Versorgung möglichst gerecht zu werden und gleichzeitig die Notfallambulanzen der Kliniken zu entlasten, sieht der Vorstandschef der DAK-Gesundheit Portalpraxen, wie in Schleswig-Holstein, medizinische Versorgungszentren, teilstationäre Versorgungsangebote und einen verbesserten Terminservice bei den niedergelassenen Ärzten als wichtige Lösungsansätze.

Jeder Zwanzigste wegen Rücken krankgeschrieben

Laut DAK-Gesundheitsreport bleiben die Krankschreibungen aufgrund von Rückenproblemen seit Jahren auf hohem Niveau. Rückenschmerzen sind die zweitwichtigste Einzeldiagnose im Arbeitsunfähigkeitsgeschehen – hinter Infektionen der Atemwege. Etwa jeder zwanzigste Berufstätige ist mindestens einmal im Jahr wegen Rückenschmerzen krankgeschrieben. „Trotz eines verstärkten Engagements im Betrieblichen Gesundheitsmanagement gibt es keine signifikante Verbesserung“, betont Storm. „Gemeinsam mit Unternehmen müssen wir das individuelle Arbeitsumfeld noch rückenfreundlicher gestalten – und möglichst mehr Bewegung im Job erreichen.“

Risikofaktoren für Rückenschmerzen

Erstmals macht die DAK-Analyse deutlich: An Rückenschmerzen zu leiden oder sich damit krankzumelden hängt von verschiedenen Faktoren ab. Häufiges Arbeiten in unbequemer Körperhaltung, Termin- und Leistungsdruck sowie eine schlechte Work-Life-Balance gehören dazu. Krankmeldungen sind außerdem abhängig vom Alter, vom Chronifizierungsgrad und davon, ob der Job fast nie mit Freude erledigt wird. Der Blick auf die Geschlechter zeigt: Männer berichten zwar insgesamt seltener von Rückenschmerzen als Frauen, sie bleiben im Vergleich jedoch zu einem höheren Anteil der Arbeit fern, wenn sie Rückenschmerzen haben (ein Unterschied von 20 Prozent).

Mehrheit geht nicht zum Arzt

Die große Mehrheit der Betroffenen versucht zunächst allein mit den Schmerzen zurechtzukommen. 30 Prozent waren laut eigenen Angaben im vergangenen Jahr wegen ihrer Beschwerden beim Arzt. Von ihnen suchten rund 77 Prozent bei einem einzigen Mediziner Hilfe. 18 Prozent konsultierten zwei, vier Prozent drei Ärzte wegen ihrer Beschwerden. Gefragt nach der konkreten Rückenschmerz-Behandlung gaben 60 Prozent der Betroffenen an, eine Physiotherapie bekommen zu haben. 42 Prozent erhielten Schmerzmittel, fast jeder Dritte bekam eine Spritze (31 Prozent). Bei etwa jedem Vierten (28 Prozent) wurde ein CT oder ein MRT des Rückens gemacht. Mit jedem Fünften wurde über den Umgang mit Schmerzen gesprochen. Der Zusammenhang von Stress und Rückenschmerzen wurde in den Praxen allerdings kaum thematisiert (5,4 Prozent). „Da wir wissen, dass Stress und psychische Belastungen sich stark auf die Rückengesundheit auswirken können, sollte dieser Aspekt stärker bei der Diagnose und der Behandlung berücksichtigt werden“, fordert Storm.

Jeder Zehnte schont sich

Insgesamt gehen Rückenschmerz-Geplagte relativ gelassen mit ihren Beschwerden um: 61 Prozent setzen auf Wärme in Form von Heizkissen, Bädern oder Sauna. 42 Prozent bewegen sich, beispielsweise bei einem Spaziergang. Jeder Dritte (33,8 Prozent) lebt erstmal normal weiter und rechnet damit, dass die Rückenschmerzen wieder verschwinden. „Das sind gute Ansätze“, sagt Ingo Froböse, Professor für Prävention und Rehabilitation im Sport an der Deutschen Sporthochschule in Köln. „Denn die meisten Rückenschmerzen sind wie Schnupfen. Betroffene sollten sich kümmern, aber nicht in Panik verfallen.“ Schonen sollten sie sich seiner Ansicht nach aber auch nicht. Das verstärke die Schmerzen eher noch. Trotzdem gab dies aktuell noch jeder Zehnte an. Immerhin: 2003 sagte noch fast ein Drittel (31 Prozent), wegen der Rückenschmerzen körperliche Aktivität zu meiden. „Hier gibt es bei vielen Menschen anscheinend ein Umdenken“, so Froböse.

(Quelle: DAK Gesundheit)

Große Mehrheit glaubt an Ende der Sommerzeit

(PM) Streitpunkt Sommerzeit: In Deutschland glaubt eine große Mehrheit der Bevölkerung an die Abschaffung der Zeitumstellung. Nach einer repräsentativen Umfrage (Repräsentative Bevölkerungsumfrage zur Zeitumstellung durch Forsa, 7. und 8. März 2018, 1.005 Befragte bundesweit) der DAK-Gesundheit erwartet jeder Dritte ein baldiges Ende in den kommenden fünf Jahren. Der Widerstand gegen den regelmäßigen Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit bleibt mit 73 Prozent konstant hoch. Die wenigsten Probleme mit dem Dreh an der Uhr haben jüngere Menschen unter 30 Jahren. Am kommenden Sonntag werden nachts die Uhren von zwei auf drei Uhr vorgestellt. Ab dann gilt in allen Ländern Europas wieder die Sommerzeit. Auch das Europäische Parlament diskutiert die Abschaffung der Zeitumstellung und untersucht mögliche Gesundheitsprobleme.

Einschlaf-, Schlaf- und Konzentrationsprobleme

Laut DAK-Studie erwarten 31 Prozent der Befragten ein Ende der Sommerzeit innerhalb der kommenden fünf Jahre. Knapp jeder Fünfte hält einen Zeitraum von zehn Jahren für realistisch. Insgesamt gab rund ein Viertel der Befragten an, schon einmal Probleme im Zuge der Zeitumstellung gehabt zu haben. Demnach leiden die meisten Menschen an Einschlafproblemen und Schlafstörungen – 63 Prozent der Frauen und 53 Prozent der Männer. Knapp ein Drittel konnte sich nach eigenen Angaben schlechter konzentrieren, 26 Prozent fühlten sich gar gereizt. Jeder Fünfte ist nach der Zeitumstellung schon einmal zu spät zur Arbeit gekommen. Am häufigsten gaben die Befragen an, sich müde oder schlapp gefühlt zu haben: Depressive Verstimmungen kamen bei zehn Prozent der Befragten vor. Menschen mittleren Alters gaben dabei weit häufiger an, in Folge der Zeitumstellung Probleme gehabt zu haben. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung bleibt die Häufigkeit der Beschwerden im Vergleich zu den Vorjahren ähnlich.

Innere Uhr des Menschen wird gestört

DAK-Ärztin Dr. Susanne Bleich erklärt: „Der Körper lebt nach seiner eigenen Uhr – und die stellt sich eben nicht von einem Tag auf den anderen um. Wer Beschwerden hat, der darf also nicht gleich verzweifeln, sondern braucht einfach ein wenig Geduld. Entspannung und frische Luft können darüber hinaus auch helfen, um mit der Umstellung besser klar zu kommen.“ Mit 73 Prozent gab die große Mehrheit der Befragten indes an, keinerlei gesundheitliche Probleme mit der Zeitumstellung zu haben. Diese Zahl ist im Vergleich zu den Vorjahren ebenso nahezu konstant geblieben.
In der Bundesrepublik Deutschland wurde die Sommerzeit im Jahr 1980 als Reaktion auf die Ölkrise zwei Jahre zuvor eingeführt. Ziel dieser Maßnahme war es, Energie zu sparen. Da auch die DDR zur damaligen Zeit plante, die Uhren vorzustellen, musste Bonn nachziehen, um das Land und Berlin nicht auch noch zeitlich zu teilen. Seit 1996 gilt die Sommerzeit EU-weit und beginnt jeweils am letzten Sonntag im März. Am letzten Sonntag im Oktober werden die Uhren dann in allen Staaten der EU wieder auf die Winterzeit – also die Normalzeit – zurück gedreht.

(Quelle: DAK Gesundheit)

Frühlings-Tipps / Ernährung und Hintergründe

Im Frühling sprießt bekanntlich nicht nur alles, was die Natur so hergibt. In den Medien wuchern bereits jetzt schon die Frühjahrs-Diäten wie Unkraut, von denen die meisten langfristig den Bock zum Gärtner machen.

In meiner Praxis biete ich eine Ernährungsberatung an, die nicht nur auf purzelnde Pfunde abzielt, sondern u.a. auch die Frühjahrsmüdigkeit, die Umstellung auf die Sommerzeit und sonstige psychologische Faktoren berücksichtigt .

Sicherlich kann sich jeder Mensch mal eine gewisse Zeit zusammenreißen, in den warmen Jahreszeiten bewegt man sich sowieso mehr… doch meist wird spätestens im Herbst die schwindende Aktivität wieder mit Zucker, Fett und Bequemlichkeit kompensiert – übrigens eine normale, evolutionsbedingte Sache. Doch auch das Grillen & eine andere Ernährung während der Urlaubszeit sind nicht zu unterschätzen.

Und jetzt die gute Nachricht: Dagegen ist auch nichts einzuwenden – wichtig ist nur das WIE.

So zum Beispiel kann man mit einer bereits auf die eigene Lebensweise abgestimmten Ernährung sehr gut und entspannt mit ein paar mehr Kilos umgehen, wenn einmal besondere Umstände eintreten (u.a. hormonell bedingt). Und genau dieses entspannte Umgehen ist schon die Hälfte der Miete beim Abnehmen – denn jeder Stress wird von uns intuitiv bekämpft, was wiederum neuen Stress erzeugt usw. und daher meist in einem Teufelskreis endet.

Weiterhin ist auch eine gute psychische und physische Vorbereitung sehr wichtig, wenn es an das Heilfasten geht…

…und mit Problemen im Hinterkopf ein anspruchsvolles Vorhaben in Angriff zu nehmen, endet meist in noch mehr Problemen.

Was tatsächlich helfen kann, ist übrigens auch Akupunktur. Bekannt in der Schmerztherapie und als begleitende Hilfe zur Rauchentwöhnung, ist sie tatsächlich auch eine wirksame Methode gegen Esssucht.

 

Wenn Sie eine fundierte Beratung (ob nun zur Orientierung oder als Beginn einer Therapie) wollen, vereinbaren Sie gern einen Termin unter: Psy-Friedrichshagen @ ok.de

Die kleine Abzweigung wird zur Hauptstraße ODER Die Akupunktur und ich

Die Entdeckung der Akupunktur hat bei mir sehr große Auswirkungen zur Folge. Nachdem ich deren Wirksamkeit entdeckt hatte, habe ich mal eben meinen weiteren beruflichen Werdegang auf eine andere Schiene gebracht. Wir alle kennen das ja: Manchmal kann sich eine vermeintlich kleine Abzweigung zu einer Hauptstraße entwickeln.

Eigentlich nur zur Selbstbehandlung gedacht, absolvierte ich zunächst ein Ohr-Akupunktur-Seminar. In diesem Zusammenhang lernte ich unter anderem, dass ich als bekennende Pharmazie-Feindin (also Tabletten wirklich nur im äußersten Notfall!) hier genau richtig war. Gerade im Bereich der Schmerztherapie spart man langfristig Geld, auch wenn die Akupunktur-Behandlung auf den ersten Blick tatsächlich teurer erscheint. Durch die Wirkung, die sie langsam aufbaut von Behandlung zu Behandlung, ist aber genau das Gegenteil der Fall. Und wer sowohl körperlich als auch finanziell ganzheitlich denkt, stellt fest, wie effektiv „so ein paar Nadeln“ in regelmäßigen Abständen sein können. Zunächst gelang zu meiner eigenen Verblüffung bei jemandem im engeren Familienkreis ein Nikotin-Entzug sehr erfolgreich – ausgerechnet so ein Jahrendsend-Ding von wegen „Ich höre auf zu rauchen“, eine Ankündigung, die bisher jedes Mal nur ein Gähnen im sozialen Umfeld hervorrief. Davon motiviert nadelte ich mir selbst (ebenfalls mit Dauernadeln) eine Esssucht-Behandlung. Nach zwei Tagen hatte ich etwas Gemüse, zwei bis drei Stullen und eine Suppe gegessen und null Hunger. Ich brach meinen Test ab, weil das Essen tatsächlich nicht mein Problem ist, weiß aber jetzt: Wenn alle Stricke reißen, bin ich gewappnet für den Frühling – dieser blöde Saison-Diäten-Kommerz kann mich mal!

Handakupunktur

Nun nahm ich aber ein tatsächliches Problem in Angriff… eher eine Irritation… ab und zu habe ich mal in der Schulter einen Schmerz, der dann armabwärts zieht. Die diesbezüglichen Akupunktur-Punkte sind aus rein anatomischen Gründen aber bei mir selbst schwer zu erreichen. Zumindest unterhaltsam fand ich mich, als ich im Spiegel sah, wie ich mir den Arm verrenkte, um an einen bestimmten Punkt im Ohr zu kommen, die Trefferquote war eine glatte NULL. Also entschloß ich  mich zu einem Hand-Akupunktur-Seminar. Ich mache es kurz: Die Schmerzen kann ich damit bei mir jetzt viel besser behandeln und die Armproblematik hat sich nach zwei Selbst-Behandlungen tatsächlich endlich erledigt. Meine Kollegin, die in unserer gemeinsamen Praxis die „Wirbelsäulen, Schultern & Co“ behandelt, und ich stellen uns füreinander oftmals als ProbandInnen zur Verfügung und wir machen sehr oft Supervisionen im Hinblick auf Diagnosen und Behandlungsmethoden. Durch sie, andere Berufs-KollegInnen und in meinem privaten Kreis konnte ich nun seit Wochen die Erfahrung machen, was Akupunktur bewirkt.

Die Kombi macht´s

Im Hand-Akupunktur-Seminar stellte ich mich als Probandin zur Verfügung für eine Kombi von Ohr- und Hand-Akupunktur und war wieder einmal völlig von den Socken über die Wirkung. Was man an der Stelle unbedingt betonen muss: Es kommt definitiv auf eine Kombination von einer guten Diagnose an, anderen Behandlungen und den Akupunktur-Punkten. Hier ein wirklich sehr grob formuliertes Beispiel, das lediglich als Illustration gelten soll: Wenn man sich etwas verrenkt, geht man ja zunächst meist zum Hausarzt, der einem dann beispielsweise eine Überweisung für eine Physiotherapie gibt, mit deren Hilfe die Ursache beseitigt werden soll. Parallel könnten etwa Schmerztabletten verschrieben werden. Und hier käme jetzt die Akupunktur ins Spiel. Sie ist eine sehr geeignete Schmerztherapie. Die anatomische Ursache in diesem Falle wird sie nicht ausräumen, aber helfen, aus der Schonhaltung herauszukommen durch Schmerzlinderung – hier ist sie also eine wertvolle Ergänzung der Physiotherapie. Die Akupunktur ist also sozusagen die ganzheitliche Schmerztablette, baut im Gegensatz zur Tablette jedoch ihre Wirkung auf und diese Wirkung gewinnt mit stetiger Behandlung. Die Schmerztablette wirkt dagegen bereits nach kurzer Zeit und dafür massiv, läßt aber dann wieder nach, bis man sich wieder eine Pille einwirft.

Die Folgen für mich

Ähnlich verhält es sich mit den Wirkungsweisen in meiner Arbeit als Heilpraktikerin für Psychotherapie. In manchen Fällen wäre eine schnelle Schmerzlinderung möglich, denn beispielsweise liegt vielen Kopfschmerzarten oftmals nicht nur ein Wirbelsäulen-, sondern durchaus ein psychisches Problem zugrunde (was im Übrigen nicht immer etwas Schlimmes bedeutet, so zum Beispiel können auch sehr viele gute Lebensereignisse innerhalb eines kurzen Zeitraums „belasten“). Ich will an dieser Stelle nicht weiter herumfachsimpeln und verweise einfach mal auf den Link am Ende des Textes. Nun meine ganz persönliche Entscheidung im Hinblick auf die Akupunktur und mich: Ich habe mich entschlossen, zusätzlich den sogenannten „großen Heilpraktiker“ zu machen, um mein Akupunktur-Fachwissen weiter auszubauen und diesen Bereich auf eine noch breitere und professionelle Ebene zu bringen. Das ist jetzt noch einmal ein riesiger Lernaufwand, in dem ich mich derzeit neben meiner Arbeit in der Praxis befinde. Weil ich von der Wirkung und auch dem Sinn (einer davon: Pharmaindustrie nicht über Gebühr unterstützen) der auch von der Wissenschaft anerkannten Akupunktur überzeugt wurde und bin, ist natürlich mein Wille entsprechend groß.

Indikationen (Anwendungsgebiete) für Ohr-Akupunktur finden Sie HIER

Unstatistik des Monats: 54 Prozent der Deutschen haben eingeschränkte Gesundheitskompetenz

(P) 26.02.2018. Die Unstatistik des Monats Februar ist eine der zentralen Aussagen des Nationalen Aktionsplans Gesundheitskompetenz, der am 19. Februar dem Bundesminister für Gesundheit vorgestellt wurde. Demnach haben 54 Prozent der Bevölkerung in Deutschland eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz. Das hat der „Health-Literacy Survey auf europäischer Ebene“ herausgefunden.

Subjektive Einschätzungen

Das klingt, als ob diese Studie sich die Mühe gemacht hat zu testen, wie kompetent die Deutschen tatsächlich sind. Aber: Niemand wurde getestet. Vielmehr wurden 47 Fragen zu verschiedenen Kompetenzen gestellt und die Probanden schlicht gebeten, selbst subjektiv zu beurteilen wie hoch ihre Kompetenz wäre. Ein Beispiel: „Wie einfach/schwierig ist es, die Packungsbeilagen/Beipackzettel Ihrer Medikamente zu verstehen?“ Das fanden 41 Prozent der Befragten ziemlich einfach und 22 Prozent sehr einfach. Wir wissen aber von wirklichen Tests, dass Beipackzettel selbst von Ärzten nicht verstanden werden. Jedem, der nicht weiß, was er nicht weiß und fälschlicherweise angibt, Beipackzettel leicht zu verstehen, wurde hier hohe Gesundheitskompetenz zugeschrieben.

Dann wurde gefragt, wie schwierig es ist zu verstehen, warum man Vorsorgeuntersuchungen braucht. Das finden 80 Prozent ziemlich einfach oder sehr einfach. Die Frage unterstellt, dass Vorsorge (Früherkennung) unbestritten mehr nützlich als schädlich sei, was für jeden, der sich mit deren Vor- und Nachteilen wissenschaftlich auseinandergesetzt hat, höchst fragwürdig ist. Eine im „Journal of the National Cancer Institute“ veröffentlichte repräsentative Studie hat das wirkliche Wissen der Deutschen getestet und zeigte dagegen, dass 98 Prozent der Frauen den Nutzen der Früherkennung von Brustkrebs und 94 Prozent der Männer jenen der Früherkennung von Prostatakrebs weit überschätzen. Diese erstaunliche hohe Fehleinschätzung liegt wahrscheinlich an der jahrzehntelang üblichen irreführenden Information, welche den Nutzen übertrieben und den Schaden heruntergespielt hat. Wenn man aber nicht weiß, dass man falsch informiert worden ist, wird man im Health-Literacy Survey als gesundheitskompetent eingestuft.

Statt tatsächlicher wird die gefühlte Gesundheitskompetenz ermittelt

Die Zahl 54 Prozent bezieht sich also nicht auf den Anteil der Deutschen, welche eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz haben, sondern auf den Anteil, welche das glauben. Die Vorsitzende des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin kritisierte die Studie bereits im „Ärzteblatt“. Verteidigt wurde die Studie mit dem Argument, dass in anderen europäischen Ländern die gleiche subjektive Befragung durchgeführt worden sei. Wenn aber andere den Unterschied zwischen gefühlter und tatsächlicher Kompetenz nicht kennen, dann müssen wir diesen Fehler nicht auch noch nachmachen.

Mangelnde Gesundheitskompetenz ist ein wirkliches gesellschaftliches Problem und es ist an der Zeit, mehr dagegen zu unternehmen. Dazu könnte der Nationale Aktionsplan beitragen. Es fällt nicht leicht, uns zu einem Thema kritisch zu äußern, das uns selbst am Herzen liegt. Die Kritik betrifft alleine die vorgestellte Studie. Nach deren Logik bräuchte man keine aufwendigen PISA Studien mehr durchzuführen, sondern könnte einfach die Schüler fragen, was sie denn meinen, wie gut sie in Mathematik und Deutsch sind.

———-

Mit der „Unstatistik des Monats“ hinterfragen der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer, der Dortmunder Statistiker Walter Krämer und RWI-Vizepräsident Thomas K. Bauer jeden Monat sowohl jüngst publizierte Zahlen als auch deren Interpretationen. Alle „Unstatistiken“ finden Sie im Internet unter www.unstatistik.de .